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Trinkwasserverunreinigung in Swisttal

Die BfS unterstützt alle Initiativen zum Schutz sauberen Trinkwassers, im Interesse und für die Gesundheit der Swisttaler Bevölkerung, aber auch zum Schutz der gefährdeten Flora und Fauna. Es müssen umgehend alle Maßnahmen ergriffen werden, um nach menschlichem Ermessen weitere Vorfälle für die Zukunft auszuschließen. Sauberes Trinkwasser ist ein überlebenswichtiges Gut, das mit höchster Priorität zu schützen ist.

Insofern wird der heute in Pressemitteilungen der SPD Swisttal und der Grünen veröffentlichte Fragenkatalog an den Bürgermeister sowie ein weitergehender Informationsbedarf in den Rats-Ausschüssen im vollen Umfang unterstützt und mitgetragen. Bürgermeister Eckhard  Maack wurde letzte Woche als Verbandsvorsitzender der Wasserversorgung Euskirchen-Swisttal in seinem Amt bestätigt und ist gefordert, ohne Verzögerung alle Vorkehrungen und Maßnahmen zur Vermeidung weiterer derartiger Verschmutzungsvorfälle mit dem Wasserversorgungsverband zu treffen.

3 Kommentare

  1. Norbert Phiesel sagt:

    Lieber Karl-Heinz,
    Apelle und Mahnungen werden nicht viel nutzen wenn die Politiker der einzelnen Fraktionen nicht aufeinander zugehen. Nur sehr vereinzelt interessiert sich mal jemand aus der Politik für unsere Umwelt.

    Würde unser Verein Missstände nicht immer wieder aufdecken und über die Medien und den Rat öffentlich machen, hätten die allermeisten Bürger sicher den Eindruck, „wir leben im gelobten Land“! Doch selbst dort wo es möglich wäre, einen Schaden für die Umwelt abzuwenden, wird dieses von der Politik oft nicht wahr genommen wie das Beispiel des Verkaufs eines ökologisch wertvollen Grasfeldweges bei Gut Vershoven gezeigt hat! Hier hätte die BfS in Allianz mit der Mehrheitsopposition die Möglichkeit gehabt das zu unterbinden, doch unsere vorgebrachten Bedenken wurden im Rat als unerheblich zurückgewiesen!

    Was wir aufdecken ist die Spitze vom Eisberg, auch wir bekommen nicht alles mit erhalten aber durch umweltbewusste Bürger immer wieder Hinweise denen wir nachgehen! Erst kürzlich wurde eine brachliegende Ackerfläche auf der sich über Jahre eine naturnahe Vegetation entwickelt hat von einem Landwirt mit Roundab (ein Pflanzenvernichtungsmittel) gespritzt und die Pflanzen zum absterben gebracht wie uns ein privater Kaninchenhalter der dort seit Jahren Löwenzahn holte berichtete!

    Absterbende und kranke Bäume nehmen immer mehr zu. Anträge Hilfsmaßnahmen für diese Bäume vorzunehmen werden unterlaufen. Die Gemeinde Swisttal kennt nur eine Maßnahme, das Köpfen der Bäume um diese noch für eine kurze Zeit zu erhalten. Den tatsächlichen Ursachen wird nicht nachgegangen obwohl wir diese differenziert je Fall aufzeigten!

    Hier sehen wir auch die BfS in der Pflicht die mit der Maßgabe angetreten ist „alles besser und anders machen zu wollen“? Einige Möglichkeiten hatte die BfS bereits und hat sie verstreichen lassen, glaubst Du wirklich, Du kannst das ändern? Wäre toll nur wir glauben nicht daran!

    „Rettet Bäume & Biotope e.V.“
    i. A. Norbert Phiesel

  2. Zu der Trinkwasserproblematik in Swisttal, insbesondere in und um die Wässers in der Nähe von Odendorf teilt mir heute Norbert Phiesel folgendes mit.

    Der Mailinhalt wird wörtlich zitiert:

    „In einem bin ich mir aber ganz sicher, die Probleme sind extrem, noch am Anfang und werden runter gespielt! Die Staatsanwaltschaft schreibt, „die Überprüfung durch das Ordnungs- und Bauamt Swisttal, das Amt für technischen Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreis und die untere Wasserbehörde als zuständige Fachbehörden hat ergeben, dass dem Wasser des Baches lediglich natürlich Stoffe zugesetzt worden sind, durch die Grenzwerte nicht überschritten worden sind. Die Ermittlungen nach dem Einleiter sind zudem ohne Erfolg geblieben! Das Verfahren ist nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt!“

    Die Wasserprobe die die Polizei Tage später genommen hat war recht klar und wahrscheinlich schon wieder soweit verdünnt das Grenzwerte nicht mehr überschritten wurden. Zwischenzeitlich ist der Graben auf dem am meisten betroffenen Teilstück ausgebaggert, so dass keiner mehr sehen kann was das für eine Schweinerei war. Schlammproben kann jetzt auch keiner mehr nehmen. Sicher könnten Spezialisten immer noch Nachweise finden, das will aber doch offensichtlich garkeiner?

    Riesige Massen an Gehrresten bestehend aus Kuhfäkalien und Maissilage liegen bereits wieder vor Ort und werden dieser Tage wohl ausgebracht. Dieses Mal bleibt man aber offensichtlich unterhalb des Baches so dass, zumindest an der Stelle kein Eintreten in den Bach zu erwarten ist. Letztendlich ist das aber egal, den irgendwo werden Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und sehr wahrscheinlich auch in die Bäche, wenn auch kaum sichtbar! Erkennbar sind Belastungen des Wassers wenn dieses an Stellen wo es verwirbelt wird schäumt!“

    Das ist nur ein Beispiel, wie gewissenlos nur auf wirtschaftliche Erfolge fokusierte Lobbyisten in Swisttal mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen. Verwaltung und weitgehend auch die Parteien hüllen sich in Schweigen oder äussern nur ein allgemeines Unverständnis zu den Verschmutzungen. Ein Informationsaustausch mit allen verantwortungsbewußten Bürgern und den Rats-und Ausschußkräften aller gewählten Parteien, denen lückenlose Aufklärungsarbeit über Parteienproporz und Lobbyarbeit geht, ist dringend angesagt.

    Karl-Heinz Peters
    Straßfeld, den 08. Oktober 2014

  3. Norbert Phiese sagt:

    Fragen zu stellen und auf Antworten zu drängen ist die Pflicht der Politik als Vertreter der Bürger und Wähler!

    Sich aber nur Fragen anderer anzuschließen zeugt doch leider eher von einer gewissen Hilflosigkeit und davon, das sich mit dem Thema trotz vieler Hinweise nicht auseinander gesetzten wird, zumindest aber das da keiner willens oder aber auch in der Lage ist, das überhaupt zu können!

    Unverständlich ist für uns warum solche Fragen generell nicht auf der BfS-Webpräsenz öffentlich gemacht werden? Wo bleibt die so viel propagierte Transparenz die die BfS sich auf die Fahne geschrieben hat?

    Uns würde interessieren, „wo kommen die Kolibakterien her? Wie gelangen sie ins Grund- und von da aus ins Trinkwasser? Was gibt es für Möglichkeiten um zukünftig zu verhindern das solche und andere schädliche Substanzen wie u. a. Antibiotikarückstände ins Grundwasser aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird, gelangen?“

    Für uns stellt sich weiter die Frage, die offensichtlich niemand auf dem Schirm hat, „gibt es einen Zusammenhang mit der Gülleverseuchung des Baches die Wässere zwischen Odendorf und Oberdrees was wir zur Anzeige gebracht haben?“ Das Einzugsgebiet der 2 Trinkwasserbrunnen in Ludendorf könnte davon möglicherweise betroffen sein? Gibt es in diesen Brunnen ebenfalls eine erhöhte Bakterienbelastung? Welche Brunnen sind überhaupt betroffen? Fragen über Fragen denen nicht nachgegangen wird und die für die Öffentlichkeit von großem Interesse sind! Pauschale Forderungen wie formuliert sind typisch für Politiker, keiner will das heiße Eisen wirklich angehen!

    Bürgermeister Maack als Verbandsvorsitzenden der Wasserversorgung Euskirchen-Swisttal vorzuschicken und von ihm zu erwarten, er müsse Vorkehrungen und Maßnahmen zur Vermeidung treffen ist sicher legitim, ob er das aber aufgrund von vielfältigen Interessen von Lobbyisten überhaupt kann, eher unwahrscheinlich!

    „Rettet Bäume & Biotope e.V.“
    i. A. Norbert Phiesel

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