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Bürger für Swisttal (BfS) stellen Fragen an die Bügermeisterkandidatin Frau Gisela Hein

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Am 01.06.2015 hat die BfS ihre Mitglieder sowie interessierte Bürger zu einer Gesprächsrunde mit Frau Hein eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht und unter der Moderation von Heike Gebhardt, Vorstandsvorsitzende der BfS, konnten alle Fragen gestellt werden.
In erster Linie interessierte die BfS die Motivation von Frau Hein zur Kandidatur sowie ihre politische Ausrichtung und Haltung.
Frau Hein zieht Ihre Motivation zur Kandidatur aus der Aufgabe, Projekte und Anliegen in Swisttal aktiv anzupacken. Sie möchte Verantwortung übernehmen, um gemeinsam mit Verwaltung, Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern positive Veränderungen in Swisttal zu erwirken.
Hierbei betonte sie, dass die Verwaltungsspitze anders mit Bürgeranliegen umgehen müsse.

Von Ihrer Mitbewerberin unterscheide sie sich darin, dass sie eine aktive Bürgerbeteiligung anstrebt. Dies nicht nur auf dem Papier sondern im Gespräch mit den Bürgern. Es gelte, dass vielfältige Know-how der Einwohner zu nutzen. Der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und den politischen Funktionsträgern sei ihr wichtig. Dies bestimme ihre Haltung und den kooperativen Umgang miteinander.
Auf die Frage, wie sie einen Wandel mit Wirkung in der Verwaltung erreichen, die Mitarbeiter auf ein Ziel einbinden und „alte Zöpfe abschneiden“ möchte, anwortete Frau Hein: „ ich möchte gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Prozess gehen, um ein neues Leitbild für die Verwaltung zu erzeugen. Die Struktur und die Abläufe in der Verwaltung müssen überprüft und geändert werden. Die Mitarbeiter müssen mit einbezogen werden und Verantwortung erhalten.
Es könne nicht sein, dass Anfragen der Bürger nicht beantwortet oder durch Zuständigkeitsgerangel unnötig verschleppt werden. Auch Informationen seien oft so kompliziert gestaltet, dass sie für den Bürger nicht verständlich sind. Hier sieht sie eine enge Vernetzung und übergreifende Zusamenarbeit der zuständigen Fachbereiche. Diese Veränderungen einzuleiten, sei „Chefsache“ und läge in der Verantwortung der Bürgermeisterin“.
Die BfS-Mitglieder wollten von Frau Hein wissen, wie sie sich hinsichtlich des Verwaltungsrechts fit macht und ob hier nicht eine juristische Kompetenz vorhanden sein müsse.
Frau Hein wies auf Ihr Studium der Volkswirtschaft hin, bei welchem sie u. a. auch die Fachrichtung des öffentlichen Rechts gewählt hat. Sie merkte an, dass eine Besetzung der Verwaltungsspitze mit Juristen nicht notwendig sei. Aufgrund der Vielfalt bei Rechtsfragen würde heute schon, trotz zweier Volljuristen in der Verwaltungsspitze sowie einer Rechtsstabsstelle, noch eine zusätzliche externe Rechtsberatung eingeholt. Sie sieht die Notwendigkeit einer betriebswirtschaftlich orientierten Verwaltungsspitze und zusätzliches Potential in der Besetzung eines Technischen Beigeordneten, welcher z. B. in Planungsfragen und technischen Expertisen beraten kann.
Im Sinne der Kostenverantwortung und Planung von Vorhaben setze sie aber vor allem auf die Einbeziehung der Bürger. Im Sinne von: der Kunde bestimmt, was und wie er es haben möchte.
Als notwendig sieht Frau Hein auch die Aufwertung der Arbeit der Ortsvorsteher und Ortsvorsteherinnen in Swisttal. Sie lobte deren ehrenamtliches Engagement und die Vertretung der Interessen der einzelnen Ortsteile. Als Bürgermeisterin würde sie regelmäßige Treffen durchführen und eine engere Zusammenarbeit fördern.
Die Sachfragen aus den BfS-Arbeitskreisen befassten sich u.a. mit folgenden Bürgeranliegen: Erhaltung der Ortsbilder und Herstellen der Attraktivität der Innenorte, Verkehrssituation in den Ortsteilen, Schulwegesicherungskonzept, Erweiterung von Gewerbegebieten und Baugebieten sowie die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Gemeindeentwicklungskonzept.
Frau Hein machte deutlich, dass sie kein Wachstum der Gewerbe- und Neubaugebiete um jeden Preis wolle. Bei diesen Maßnahmen müsse die Entwicklung der Bevölkerungszahlen auch überregional sowie die Belange des Umwelt- und Naturschutzes mit betrachtet werden.
Es sei wichtig, die Innenorte zu stärken und ein „Wohnen im Bestand“ unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der Attraktivitätsförderung für junge Familien anzugehen.
Hier müsse nachhaltig gedacht und gehandelt werden, um die Ortskerne auch in Zukunft lebenswert zu gestalten.
Ein weiterer Aspekt hierbei sei auch die Verbesserung der Verkehrssituation in den Ortsteilen.
Von den BfS-Mitgliedern und Bürgern wurden Anliegen der einzelnen Ortsteile geäußert, welche Frau Hein als Bürgermeisterin gerne zeitnah umgesetzt sähe.
Hierzu gehöre auch die Umsetzung des Schulwegesicherungskonzeptes, welches ebenfalls zur deutlichen Steigerung der Sicherheit und Attraktivität in den Ortsteilen beitrage.
Der Vorstand der BfS fragte nach dem in 2010 vom Rat verabschiedeten Gemeindeentwicklungskonzept und wann die Empfehlungen hieraus umgesetzt werden sollen.
Frau Hein sicherte eine Prüfung auf Aktualität des Konzeptes zu und möchte dieses, sofern nicht schon geschehen, als Arbeitspapier für ihre weitere Arbeit nutzen.

Wir bedanken uns bei Frau Hein für einen sehr informativen Abend und ihre Bereitschaft, uns Rede und Antwort zu stehen.

Ein weiteres und bestimmt interessantes Gespräch der BfS mit Frau Petra Kalkbrenner, der Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt, findet am 26.06.2015 ab 19:30 Uhr in der Gaststätte „Zum Roemerkanal“ in Buschhoven statt. Hierzu laden wir unsere Mitglieder und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von Swisttal herzlich ein.

Der Vorstand der Bürger für Swisttal (BfS)

Ein Kommentar

  1. Norbert Phiesel sagt:

    Frau Hein ist glaubwürdig, das hat sie in ihrer kurzen Zeit als Ausschussvorsitzende des UWE und Ratsfrau durch viel Engagement und durch Angehen von Aktionen bewiesen! Frau Hein ist wirklich Bürgernah, auch das hat sie bewiesen, sie ist eine aus der Bürgerschaft, eine zum Anfassen ohne dazu aufzufordern!

    Frau Kalkbrenner ist unglaubwürdig, das hat sie bewiesen durch eine Vielzahl an Versprechen die bereits Jahre zurückliegen und bis heute nicht im geringsten angegangen und umgesetzt wurden! Sie will angefasst werden, dann sollte sie sich auch so verhalten und für Jedermann zugänglich sein! Sie allerdings umgibt sich lieber mit der Prominenz und merk gar nicht wie weit weg sie von der Masse der Bürger weg ist!

    Wesentliche Änderungen sehe ich mit einer Bürgermeisterin Kalkbrenner nicht! Mit einer Bürgermeisterin Hein aber sehr wohl!

    Norbert Phiesel

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