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Hochwasser in Swisttal – Krisenstab gebildet

Hochwasserschäden wurden abgewendet – wir müssen zukünftig was tun !

Bächelchen - Entfernung des Übergangs (Foto: Privat)

Bächelchen – Entfernung des Übergangs (Foto: Privat)

Jungbach tritt über die Ufer (Fotos: Privat)

Jungbach tritt über die Ufer (Fotos: Privat)

Durch die starken Regenfälle der letzten zwei Tage stiegen die Pegel der Swist und des Jungbachs so stark an, dass sie stellenweise über die Ufer traten und Felder und Gärten überschwemmten.

Besonders betroffen waren die Ortsteile Miel und Dünstekoven.

Wir begrüßen die Einrichtung eines Krisenstabes im Mieler Feuerwehrhaus – zeigt es doch, dass die Wichtigkeit und Bedrohung endlich richtig wahrgenommen wird.

Durch den Einsatz von über 1.000 Sandsäcken und dem Abpumpen des Wassers durch die Feuerwehr konnte im Mieler Küpperweg verhindert werden, dass das Wasser größeren Schaden anrichtete.

Nach einem Hinweis der Anwohner vor Ort, wurde um 03:30 Uhr am Bächelchen schweres Gerät eingesetzt. Damit wurde ein fast verstopfter Übergang, welcher den Abfluss des Wassers stark behinderte, komplett entfernt. Seit Monaten hat die BfS auf diese Gefahr hingewiesen und die Beseitigung der Engstellen im Bachbeet gefordert.

Während des Einsatzes hatte der Krisenstab die Pegelstände aller Fließgewässer, auch in den anderen betroffenen Orten der Gemeinde, im Blick.

Dem umsichtigen und tatkräftigen Einsatz unserer Feuerwehrleute, den Bürgern vor Ort sowie den Gemeindevertretern gebührt ein ganz herzliches Dankeschön für ihre Hilfe !

Nach der gerade abgewendeten Katastrophe beobachten die Einwohner von Swisttal bang die erneuten Regenfälle. Ist ein Ende in Sicht ?

Wir sind der Meinung, dass wir uns mit der Gemeinde, den zuständigen Fachleuten von Erftverband sowie Naturschutzorganisationen und nicht zuletzt mit allen politischen Vertretern Gedanken machen müssen, wie eine zukünftige Hochwasservorsorge nachhaltig umgesetzt werden kann.

Dabei müssen Themen wie die Renaturierung der Bachläufe, der Stopp des Verbrauchs sowie der Versiegelung von Boden mit betrachtet werden. Wir müssen erkennen, dass es ein „Einfach weiter so“ nicht geben darf.

Den im Bundesverkehrswegeplan priorisierten Ausbau der B56n (BAB-Vollanschluss sowie Ortsumgehung) um Miel sollten wir zum Anlass nehmen, um die dadurch entstehenden Chancen und Möglichkeiten für den Hochwasserschutz in einem ganzheitlichen Konzept zu betrachten.

Und dies für alle Ortsteile in Swisttal !

Hierzu wird jetzt von der BfS ein entsprechender Antrag an die Gemeinde Swisttal gestellt.

Was meinen Sie zum Thema ?

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen (gerne mit Bild), Ihre Anregungen oder Hinweise zum Thema Hochwasser in Ihrem Ortsteil an: info@buerger-fuer-swisttal.de

oder an: Bürger für Swisttal, Maigasse 11, 53913 Swisttal.

Ihre Bürger für Swisttal (BfS)

Ein Kommentar

  1. Rettet Bäume & Biotope e. V. sagt:

    Verehrte BfSler,
    genau diesen Vorschlag bringen wir schon lange vor. Er wurde auch in Teilen herangezogen aber letztendlich immer den finanziellen Belangen untergeordnet. Eine vernünftige Lösung braucht Retentionsraum und der kann nur nordöstlich den umliegenden Ackerflächen abgerungen werden! Hier stellt sich die Frage, sind die Landwirte bereit diese Flächen herzugeben? Für gutes Geld möglicher weise ja aber was zahlt der Bund? Richtig ist, die angrenzenden Flächen liegen teilweise topografisch zu hoch, müssten also abgesenkt werden! Der Aufwand ist hoch und die erforderlichen finanziellen Mittel ebenfalls. Mit dem Autobahnkreutz werden aber Anhebungen der Geländeformation einhergehen, genau das Gegenteil von dem was sein müsste! Möglich ist das schon in dem die Straßen hoch gelegt würden und Querungen für Hochwasser eingebaut würden. Ein aus Schallschutzgründen tief legen der B 56 n steht dem aber entgegen! Was denn jetzt, tief legen bring zwar was für den Schallschutz, für den Hochwasserschutz aber nicht bzw. wäre sogar ungünstig! Hochlegen bring zwar was für den Hochwasserschutz sofern Querungen das Wasser in tiefer gelegte Flächen leiten, ist aber kontraproduktiv für den Schallschutz!

    Nach unserer Ansicht darf die kleine Lösung, die Umgehung so nahe an Miel heran zubauen nicht gemacht werden weil sie die bekannten Probleme am wenigsten beheben kann!

    Bei einem guten ausgereiften und nachhaltig angelegten Konzept würden zwar kurzfristig erhebliche negative Folgen für die Ökologie entstehen. Das wäre aber hinnehmbar wenn sich langfristig eine höherwertige ökologische Wertigkeit einstellen wird!

    Würde man alle Aspekte bündeln, könnten Gelder für den Straßenbau, den Hochwasserschutz und den Naturschutz bündeln und die Maßnahme finanzieren. Naturschutzvereine und Naturschutzvereine würden sich bei einem nachhaltigen Konzept sicher gerne ehrenamtlich einbringen!

    „Rettet Bäume & Biotope e. V.“

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